Eröffnung der modernisierten Bootsschleuse Trier

Am 22.07.2011 wurde die erste modernisierte Bootsschleuse in Trier durch Achim Blumberg vom Landesverband Motorbootsport Rheinland-Pfalz in Anwesenheit des WSA Leiters Joachim Gährs wieder für den Verkehr freigegeben. Mit dem Ausbau der Mosel in den 60er Jahren zur Großschifffahrtsstraße wurde an den 12 Staustufen von Koblenz bis Apach je eine Großschifffahrtsschleuse wie auch eine Bootsschleuse errichtet. Letztere dient der Sportbootschleusung und trägt wesentlich zur Entlastung der Großschifffahrtsschleuse bei. Sportboote mit einer Breite kleiner 3,30 m und einer Länge kleiner 18 m können so, getrennt von der Güterschifffahrt, sicher geschleust werden. Aufgrund des altersbedingten schlechten Gesamtzustandes der Anlagen wurde 2010 mit der Modernisierung der Bootschleusen an der Mosel begonnen. Es wurde ein Modernisierungskonzept erstellt, das den Austausch der Bootsschleusentore, die Erneuerung der Antriebs-, Elektro- und Steuerungstechnik und Instandsetzung der Kammerplattformen an allen Bootschleusen an der Mosel bis zum Jahr 2014 vorsah. Als Konstruktion für die neuen Schleusentore wurde ein sogenanntes Faltwerk gewählt, die im Vergleich zu der herkömmlichen Fachwerkkonstruktion wesentlich wirtschaftlicher in der Unterhaltung ist. Ablagerungen von Treib- und Schwemmgut am Schleusentor werden durch Neigungen im Stauwandblech vermieden und der Selbstreinigungseffekt beim Öffnen und Schließen der Tore wird genutzt. Stehendes Wasser in korrosionsgefährdeten Bereichen wird auf diese Weise vermieden.
Bootsschleuse Trier 2011
Bootsschleuse Trier 2011
Bild:
Joachim Gährs (hinten rechts), Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Trier, Achim Blumberg (hinten links), Landesverband Motorbootsport Rheinland-Pfalz e.V. und Mitglieder des WSC Mehring während des Abschleusungsvorgangs.


Bootsschleuse Trier 2011

Durch den Einsatz von sogenannten Prismenwendern (Bild oben) im oberen und unteren Vorhafen der Schleusenanlage wird dem Nutzer angezeigt, ob die Bootschleusenanlage betriebsbereit oder gesperrt ist. Bedient wird der Prismenwender vom Betriebssteuerstand der Schleuse Trier aus.



Künftig kann der Schleusungsvorgang sicher vom Boot aus mittels der neu eingerichteten Anforderungsschalter im Ober- und Unterwasser der Schleuse, sowie in der Kammer eingeleitet werden. Die Schleusung erfolgt dann im Automatikbetrieb. Sportbootfahrer erhalten über sogenannte Klartextanzeigen Informationen zum Schleusungsprozess, sowie klare Anweisungen zum Bedienen der Bootschleuse.

Bedienungsanleitung der Bootsschleusen.


Nach und nach erfolgte die Modernisierung der Bootsschleusen bis Koblenz.

Bootsschleuse Trier 2011





Bootsschleuse Trier 2011
Bootsschleuse Trier 2011 Bootsschleuse Trier 2011
Bootsschleuse Trier 2011 Bootsschleuse Trier 2011
Bootsschleuse Trier 2011 Bootsschleuse Trier 2011
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Bericht/Bilder (1-4):
WSA Trier, Dipl. Ing. Charlotte Kurz, Klaus Kürten
Wir bedanken uns beim WSA Trier und WSC Mehring für die freundliche Unterstützung
Bilder (5-13):
Achim Blumberg Redaktion/Video: Reiner Blumberg