Unter der Schirmherrschaft des Rhein-Boot Netz e.V. im ADAC fand vom 2. bis 5. Juni 2011 das 3. Skippertreffen
in Bad Ems an der Lahn statt.
Viele Skipper trafen bereits an Christi Himmelfahrt ein und machten freitags einen Ausflug zur Bundesgartenschau
in Koblenz. Dieses Skippertreffen sollte nicht nur ein geselliges Zusammensein der Wassersport-Freunde sein,
sondern auch eine friedliche Demonstration gegen die Absicht der Bundesregierung Wasserstraßen mit geringer
Transportnachfrage künftig nicht mehr zu unterhalten oder gar zu renaturieren, um diese dann komplett zu sperren
und für Sportboote nicht mehr befahrbar zu machen. Mehr als 80 Boote folgten dem Ruf an die Lahn nach Bad Ems.
Als Beweis wie wichtig die Veranstaltung nicht nur für die Betroffenen an der Lahn war, trafen Boote aus ganz
Deutschland beispielsweise vom Main, dem Neckar, der Mosel, aber auch vom Ober- bis zum Niederrhein ein.
Die weiteste Anreise hatte eine Bootscrew aus Wien/Österreich. Alle zeigten Solidarität und reisten auf eigenem Kiel an.
Einige Wassersportler kamen wegen des Niedrigwassers in manchen Hafeneinfahrten am Rhein mit Auto und Wohnmobil.
Man zeigte Flagge und demonstrierte Solidarität mit der Aktion www.stoppt-die-reform.de vom DMYV.
Die Firma Kutscher begrüßte jedes ankommende Boot mit einem kleinen Präsent. Auch der Rhein-Boot Netz Verein hielt,
mit Unterstützung der Bootsmagazine boote und WASSERSPORT, sowie dem DMYV und ADAC für jede Bootscrew
ein Willkommensgeschenk parat.
Am Samstag, den 4. Juni fand das offizielle Hafenfest in der Marina Kutscher statt, beginnend mit dem Start von
500 Luftballons, welche Protestkarten Richtung Berlin tragen sollten.
Gegen 14 Uhr begrüßte Manfred Kutscher die Teilnehmer und machte noch einmal eindringlich klar, dass nicht nur
die Lahn von Vernachlässigung und Schließung bedroht ist und dass sich alle Wassersportler weiterhin solidarisch
zeigen müssen um diese Reform, die uns, aber auch jedem Anrainer eines von der Reform betroffenen Flusses,
nur Nachteile bringt, abzuwenden.
Stadtbürgermeister Berny Abt machte klar, dass man um die Lahn als Freizeitrevier kämpfen werde.
Gisbert König, Präsident des Landesverbandes Motorbootsport Rheinland-Pfalz, versuchte den Ernst der Lage in
scharfen Worten darzulegen.
Kurdirektor Reinhard Hoppe dankte insbesondere der Familie Kutscher und dem Rhein-Boot Netz Verein für das
starke Engagement für Bad Ems und die Lahn. Nach dieser offiziellen Begrüßung, begann der gemütliche Teil
der Veranstaltung.
Die Marine-Kameradschaft erfreute die Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen und sorgte mit Shanty-Gesängen
für die Unterhaltung.
Abends richtete die Familie Kutscher ein zünftiges Grillfest aus und der vom Rhein-Boot Netz Verein gesponserte
Alleinunterhalter brachte noch mehr Stimmung und Schwung in die Hafenatmosphäre.
Sonntags versorgten die Skipper vom Rhein-Boot Netz die Crews noch mit kostenlosen Brötchen zum Frühstück,
bevor viele wieder auf Tour gingen.
Insgesamt muss man sagen, dass dieses Skippertreffen ein gelungenes Beispiel für die vielfältigen Freizeitaktivitäten
an der Lahn war. Jedem an der Lahn sollte klar sein, dass solche Veranstaltungen in Zukunft nur noch möglich sein
werden, wenn in Berlin ein Umdenken bezüglich der WSA Reform einsetzt.
Dafür kämpfen alle Lahntaler, Rheinland-Pfälzer und natürlich alle Wassersportler.